Eingewöhnung

In erster Linie richte ich mich ganz nach den Bedürfnissen der Kinder, angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell. Um den Kindern die Zeit zu geben, die sie benötigen um sicher bei uns anzukommen, wäre es optimal, wenn wir auf alle Fälle 4 Wochen für die Eingewöhnung einplanen. In der ersten Woche am Besten täglich für je 1 Stunde. Manchmal fühlen sich die Kinder bereits nach 2 Wochen bei uns pudelwohl, manchmal dauert es doch 6 Wochen. Jedes Kind ist individuell und es ist mir sehr wichtig, dass sich meine Tageskinder bei uns wohl fühlen!

  • wenn möglich, immer positiv über die kommende Veränderung sprechen. Wenn die Eltern dahinter stehen, kann sich auch das Kind besser auf die neue Situation einlassen. Vor dem Kind immer positive Formulierungen wählen (z. B: „das wird eine tolle, aufregende Zeit für uns“ statt „du brauchst keine Angst zu haben, dass ich nicht mehr komme“)
  • im Vorfeld überlegen, wer in der Familie am besten die Eingewöhnung übernimmt. Kinder haben feine Antennen und bemerken schnell, wenn ein Elternteil unsicher ist und sich mit der Trennung schwer tut. Wenn es mit einem Elternteil nicht so gut klappt, kann ein Wechsel oft hilfreich sein
  • ein Kuscheltier oder die Kuscheldecke, der Lieblingsschnuller,… kann auch die nötige Sicherheit geben und die Anfangszeit erleichtern
  • niemals ohne Verabschiedung aus dem Raum schleichen! Dies kann zu einem Vertrauensbruch führen und euer Kind könnte vermuten, dass ihr jederzeit einfach verschwinden könntet. Die Verabschiedung aber auch nicht in die Länge ziehen (z. B: durch wiederholende Vorankündigungen schon lange davor)
  • kommt regelmäßig und pünktlich zu unseren vereinbarten Terminen, nur so kann euer Kind eine stabile Beziehung zu mir aufbauen und sich bei uns „heimelig“ fühlen. Hierzu zählt auch, dass der letzte gemeinsame Urlaub, bevor es zurück in die Arbeit geht, lieber vor der Eingewöhnung und nicht danach stattfinden sollte
  • dass euer Kind weint, wenn ihr geht, ist ein Zeichen dafür, dass es eine gute Beziehung zu euch
    hat. Auch Erwachsene vermissen Menschen, die sie gern haben. Es ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass es sich bei uns nicht wohlfühlt. Ich werde euer Kind genau beobachten, trösten, mit ihm spielen und sollte ich den Eindruck haben, dass die Zeit der Trennung doch noch zu schnell gekommen ist oder zu lange dauert, werde ich mich sofort bei euch melden, damit ihr wieder zurück kommt und wir besprechen dann die weitere Vorgehensweise
  • euer Kind muss viele neue Eindrücke verarbeiten, plant, besonders für die ersten Tage, genügend Ruhephasen ein
  • nach Möglichkeit nicht parallel zu einer anderen großen Veränderung mit der Eingewöhnung beginnen (z. B.: Geburt eines Geschwisterchens, Umzug,…)